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Budokids Wochenende 2026 - Japan

Am 11./12. Juni war es wieder so weit: Das traditionelle Budôwochenende – einer der absoluten Jahreshöhepunkte für unsere Budôkids – stand an. Unter der Leitung von Dôjô-Sensei und Budôpädagoge Thomas Podzelny tauchten die Kids tief in das Thema „Japan“ ein. Der Budôanzug durfte diesmal im Schrank bleiben, denn auf dem Programm stand die Vielfalt der japanischen Kultur.

Los ging es mit der Kunst des Papierfaltens: Origami. Mit viel Konzentration und Sorgfalt entstanden aus bunten Papierquadraten Tauben, Papageien, Giraffen und sogar springende Frösche. Die Bildanleitungen waren gar nicht so leicht zu entschlüsseln, doch mit Ausdauer und gegenseitiger Hilfe klappte es bei fast allen. Eine schöne Legende gab es obendrein: Wer 1000 Kraniche faltet, bekommt von den Göttern einen Wunsch erfüllt.

Auch das Abendessen war ein echtes Projekt: Sushi selbstgemacht. Nachdem alle Zutaten geschnippelt waren und Thomas gezeigt hatte, wie man die Seetangblätter richtig belegt, rollt und schneidet, legten die Kids selbst Hand an. Am Ende genossen alle stolz ihr eigenes Werk – stilecht mit den Fingern oder wie wahre Samurai mit Stäbchen. Als Überraschung gab es eine Rollmatte und ein Paar Essstäbchen für zu Hause sowie Schokopudding mit Vanillesauce als Nachtisch.

Nach einem Anime-Film ging es bei Dunkelheit zur Nachtwanderung. Die kleine Mutprobe – ein Stück des Weges allein im finsteren Wald zurückzulegen – meisterten die Kids tapfer, bevor sie gegen Mitternacht erschöpft in die Schlafsäcke fielen.

Der Sonntag begann schon um 7:30 Uhr mit Aufräumen und einer Zen-Meditation. Zehn Minuten lang übten sich die Kids im stillen Sitzen und der Konzentration auf den Atem. Gar nicht so einfach, aber eine wertvolle Übung, um die Gedanken zur Ruhe zu bringen.

Nach dem Frühstück folgte die faszinierende Welt der japanischen Schriftzeichen (Kanji). Die Kids erfuhren, dass das vermeintliche Striche-Chaos auf einem durchdachten System basiert, das ursprünglich aus China stammt. Sie lernten Grundzeichen wie Sonne, Baum, Mensch oder Berg und setzten diese zu neuen Wörtern zusammen. Das Highlight: Den Schriftzug für „Japan“ mit Pinsel und Tusche selbst malen. Jeder bekam zudem seinen eigenen Namen auf Japanisch mit nach Hause.

Zwischendurch lud Thomas zu einer traditionellen Teezeremonie ein. Mit originalen Utensilien und Teeschalen bereitete er den grünen Matcha-Pulvertee zu. Zusammen mit einer kleinen Süßigkeit durfte jeder probieren – für manchen Gaumen eine echte Entdeckungsreise.

Nach der Übergabe der Teilnehmerurkunden wurden die müden, aber sichtlich begeisterten Kinder am Sonntagmittag von ihren Eltern abgeholt. Ein rundum gelungenes Seminar!

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