Kinder-Kampfkunstseminar 2011 – Die Kampfkünste Japans und Okinawas

Am 28./29. Mai 2011 fand im KI-SHIN-TAI DOJO erstmalig ein gemeinsames Wochenendseminar für die Aikido- und Karate-Kids statt. Das Seminar stand unter dem Leitspruch ‚Die Kampfkünste Japans und Okinawas‘. Etwa 20 Kinder nahmen daran teil.

Nach der Ankunft am Samstag Nachmittag um 14:00 wurden unter der Leitung von Dojoleiter und Budopädagoge Thomas Podzelny erst einmal die theoretischen Grundlagen erarbeitet. Die Kinder hatten im Vorfeld ‚Hausaufgaben‘, nämlich selbstständig Informationen zum Lehrgangsthema zu suchen und auf dem Seminar zu präsentieren. Einige haben diese Aufgabe dann auch vorbildlich erledigt und konnten den anderen über die geschichtlichen Unterschiede zwischen Japan und Okinawa und der daraus resultierenden unterschiedlichen Entwicklung von Kampfkünsten erzählen. Thomas erläuterte und ergänzte noch ein paar Details, dann ging es in den praktischen Teil.

Der Samstag Nachmittag stand unter dem Schwerpunkt Kampfkünste aus Okinawa. Diese Insel gehört heute zu Japan, war aber früher ein eigenständiges Königreich (Ryukyu). Dort gabe es keine Samurai und der Besitz von Schwertern etc war verboten. Deshalb entwickelten die dortigen Einwohner zur Selbstverteidigung das unbewaffnete Karate (übersetzt ‚chinesische Hand‘ oder auch ‚leere Hand‘) und das bewaffnete Kobudo (übersetzt ‚alte Kampfkunst‘) mit Waffen aus Alltagsgegenständen. Durch die Nähe und den engen Kontakt Okinawas zu China waren diese Kampfkünste sehr durch die chinesischen Kampfkünste beeinflusst. In zwei Unterrichtseinheiten übten die Kinder erst grundlegende Karate-Abwehrtechniken und dann den Umgang mit dem Langstock (Bo) und einfache Verteidigungstechniken damit.

Am Abend wurde eine von Thomas zubereitete asiatische Mahlzeit stilgerecht mit Stäbchen gegessen. Nach einer Pause in Form zweier Filme ging es auf zur Nachtwanderung. Danach fielen alle erschöpft und müde in ihre Schlafsäcke und schliefen sofort ein. Doch nicht für lange, denn morgens um 7:30 wurde geweckt und das Dojo gemeinschaftlich aufgeräumt. Nach kurzer Einführung über Sinn und Zweck von Meditation sollten die Kinder versuchen, ca 20 min ruhig und aufrecht im Kniesitz zu verbringen. Eine weit schwerere Übung, als viele sich das vorgestellt hatten. Im Anschluss gabe es ein ausgiebiges Frühstück.

Der restliche Vormittag war wieder der praktischen Übung gewidmet. Diesmal ging es um die Kampfkünste aus Japan. Diese haben ihre Wurzeln bei den Samurai. Deshalb gehörte der Umgang mit Schwert und Lanze sowie unbewaffnete Verteidigung zum Ausbildungsprogramm. Die Kinder übten sich in zwei weiteren Unterichtseinheiten in unbewaffneten Aikido-Techniken sowie im Umgang mit dem kurzen Stab (Jo) und einfachen Verteidigungsübungen.

Nach einem Gruppenfoto, dem Austeilen der Teilnahmeurkunden und dem gemeinsamen Aufräumen und Putzen ging es um am Sonntag Mittag gegen 13:00 für alle müde und glücklich nach Hause.

Hier die Fotos von diesem gelungenen Seminar:

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.